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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

www.stockum.de am 27.02.2015

Villarriba und Villabajo auf dem Weg zum schnellen Internet

Witten-Annen. Zwei Wittener Industriegebiete könnten bald an ein schnelleres Internet angeschlossen werden. Doch ähnlich wie in dem Werbespot für ein Reinigungsmittel mit den zwei fiktiven spanischen Dörfern, werden sich die einen länger gedulden müssen. Das obere Dorf Villarriba heißt in Witten ‚Wullener Feld‘, das untere Dorf Villabajo heißt hier ‚Salinger Feld‘. Während die Leitung zum Salinger Feld bis Ende März verlegt sein wird, läuft im ‚Wullener Feld‘ erst die Akquise, erklärte stockum.de Claudia Kania von der Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR), die mit allen Unternehmern im „oberen Dorf“ bereits gesprochen hat.

Salinger Feld
Für mehr Geschwindigkeit im Internet: Stadtwerke Witten verlegen eine neue Glasfaserleitung von der Stockumer Straße zum Salinger Feld. (Foto: Christina Wolf-Allweins/TMR)

Zeit ist für die Unternehmer Geld und wenn die Mitarbeiter vor dem Bildschirm den Aufbau von Internetseiten nur Pixel für Pixel beobachten können und klagen, dass es Zuhause schneller geht, weiß jeder Chef, eine schnellere Leitung muss her. Häufig scheiterte der Wunsch nach mehr Internet-Bandbreite bereits an der Hotline. Mehr in ihrem Gebiet ist nicht drin, heißt es dann von dem ehemaligen Monopolisten. Ein Mediumwechsel bringt den entscheidenden Vorteil. Mediumwechsel heißt es deshalb, weil die Leitung nicht mehr aus Kupfer sondern Glasfaser besteht und die Daten schneller transportieren kann.

Das langsame Internetanschlüsse einen Nachteil für Unternehmen sind, hat auch die Wirtschaftsförderung Witten (WiFö) erkannt und eine Erhebungen zum Bandbreitenbedarf der ansässigen Unternehmen durchgeführt. Für die Stadt Witten ist es wichtig, dass Industriegebiete in Witten weiterhin attraktiv für die Unternehmer bleiben, sagte uns Joachim Grüner von WiFö. Eine schnelle Internetleitung gehört heute dazu. Der Bedarf wurde erst in der Westerweide in Herbede (mittlerweile mit Glasfaser erschlossen), dann im Salinger Feld und jetzt auch im Wullener Feld ermittelt. Die Bedarfsermittlung führt nicht unbedingt zum Ausbau. Nur wenn sich ausreichend Unternehmen melden und hohen Bandbreiten-Bedarf signalisieren, werden die Gehwege aufgerissen und neue Leitungen verlegt.

Aktuell legen die Stadtwerke Witten von der Stockumer Straße zum Salinger Feld einen neuen Lichtwellenleiterstrang. Derzeit laufen die Bau- und Verlegemaßnahmen. Bis ca. Ende März werden dann über 1,2 Kilometer neue Glasfaserstrecken im Salinger Feld liegen, und viele weitere Unternehmen haben so die Möglichkeit, eine professionelle Internetanbindung inkl. Bandbreitengarantie zu bekommen. Auftraggeber ist die TMR, die dort die ersten Breitband-Kunden gewonnen hat. Unternehmen können bei Interesse den Projektleiter der TMR, Andreas Buddenborg ansprechen.
Wichtige Entscheidungskriterien für den Ausbau eines Gewerbeparks sind so genannte Ankerkunden, die hohe Bandbreiten benötigen. Hierbei ist weniger entscheidend, wie viele Unternehmen Interesse zeigen, sondern vielmehr der gesamte Bandbreitenbedarf im jeweiligen Gewerbegebiet. Nur so lässt sich ein für alle Beteiligten wirtschaftlicher Ausbau und anschließender Betrieb darstellen, erläuterten Klaus Völkel, Leiter der WiFö Witten, und Ingo Totzauer, Leiter Übertragungsnetze bei der TMR.
Nach wie vor ist das Interesse an einer zukunftssicheren Internetanbindung mit hohen Bandbreiten für Gewerbetreibende sehr hoch. Nachdem die TMR ihre Haupttrassen in Witten geprüft hatte, wurden die Unternehmen in vier Industriegebieten befragt und zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Im Salinger Feld erteilten einige Unternehmen die ersten Aufträge zum Anschluss an die hochleistungsfähige Glasfasertechnologie. In Wullener Feld fand die Infoveranstaltung später statt und die Rückmeldungen laufen gerade bei Claudia Kania ein. Eine Entscheidung über den Ausbau ist noch nicht getroffen worden. In jedem Industriegebiet ist der Unternehmer-Mix ein anderer.

Das Projekt "Glasfaseroffensive, initiiert durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Witten, wird auf jeden Fall in diesem Jahr fortgesetzt, betonen Bürgermeisterin Sonja Leidemann und der kaufmännische Leiter der TMR, Jörg Borowycz. Wer als Unternehmer/in Fragen zur Glasfaseroffensive hat, kann eine E-Mail an wiefoe(at)stadt-witten.de senden. Die Wirtschaftsförderung stellt dann gerne die entsprechenden Kontakte her.

Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis behandelt das Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Wirtschaft, Verkehr und Demografie am Montag, 2. März, ab 16.30 Uhr im Raum 050 des Kreishauses in Schwelm (Hauptstr. 92).

Quelle: http://stockum.de/nachrichten/artikel/villarriba-und-villabajo-auf-dem-weg-zum-schnellen-internet/