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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

Neue Telefonanbieter drängen auf den Markt

11.08.1997

Karten für den Wettbewerb in Herne werden neu gemischt

WAZ Herne, Wanne-Eickel

Die Karten für den freien Wettbewerb in der Telekommunikation ab Januar 1998 werden für Herne schon gemischt. Drei Anbieter und eine Gesellschaft der Städte Herne, Witten, Bochum und Hattingen wollen der Telekom Konkurrenz machen.

Die bereits im vergangenen Jahr durch die Stadtwerke Herne, Witten, Bochum und Hattingen sowie den Stromversorger Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen (AVU) in Gevelsberg gegründete Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR) wird wohl in Kürze grünes Licht aus Düsseldorf bekommen, auf den Markt zu gehen. Sowohl SPD als auch Grüne haben im Landtag einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die TMR wolle zunächst einmal ihr Netz Stadtkonzernen, Verwaltungen und medizinischen Einrichtungen für die Datenübertragung anbieten, sagt Prokurist Frank Thiel.

Allein in Herne kann die TMR über 250 Kilometer Kupferkabel für die Datenübertragung der Stadtwerke nutzen. Hinzu kommen Glasfaserkabel, die gerade verlegt werden. Detaillierte Kooperationsgespräche werden derzeit schon zwischen der TMR und der VEW Telnet in Dortmund geführt.

Das durch die VEW und das Buchungszentrum westfälisch-lippischer Sparkassen gegründete Unternehmen will der Telekom ausschließlich im Bereich Westfalen-Lippe Konkurrenz machen.

Auch die VEW verfügt über ein weitverzweigtes Datenübertragungsnetz mit rund 600 Kilometern Länge in Glasfaserqualität. Man habe schon die Lizenz im Bereich elektronische Daten- und Sprachübertragung für Herne zuerkannt bekommen, sagt Sprecherin Andrea Feige.

Auch die beiden gegründeten Großkonkurrenten der Telekom, Otelo GmbH und Arcor GmbH, haben Herne fest im Visier und führen Kooperationsgespräche.