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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

47 Sparkassen-Filialen sind schon "privat" vernetzt

17.03.1998

TMR GmbH: Nach zwei Monaten am Markt erste Erfolgsmeldungen der Bochumer Telekom-Konkurrenz

WAZ Bochum

Fehlende Voraussetzungen in der NRW-Gemeindeordnung machten der TMR auf dem Weg in den freien Markt zu schaffen. Dennoch sagt Geschäftsführer Gerhard Gabriel nach den ersten zwei Monaten: "Wir haben schon ganz gut Fuß gefasst."

Die ersten Institutionen werden schon fest von der "Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH", die gemeinsame Tochter der Stadwerke Bochum, Witten, Herne und Hattingen, mit Telekommunikation versorgt. In Bochum sind alle 47 Sparkassen-Filialen zur Datenübertragung über das TMR-Netz mit der Zentrale verbunden. Ebenso Rathaus und Bezirksverwaltung der Nachbarstadt; hier laufen auch die internen Telefonate über TMR. Das Rechenzentrum kommunaler Unternehmen in Herne ist über TMR mit Witten und Bochum verbunden.

Mittlerweile liegt der Umsatz des 13-Mitarbeiter-Unternehmens schon bei 1,5 Mio DM. Mit der Ende 1997 geschlossenen Kooperation mit der VEW-Telnet soll jetzt der Markt noch offensiver angegangen werden. Schon Mitte 1998 will die TMR für jeden Kunden in gewissen Stadtteilen als Telefonanbieter erreichbar sein.

"Unser Fokus liegt auf Firmen mit einer Telefonrechnung über 200 Mark monatlich, die Festkunden werden wollen", so Gabriel. Bis Ende 1999 will das Unternehmen im gesamten Stadtgebiet Telefon und Datenübertragung anbieten. Dann sollen alle Telekom-Vermittlungsstellen auch ans TMR-Netz angeschlossen sein. Die "letzte Meile" bis zur Telefon-Buchse des Kunden wird dann von der Telekom gemietet.

Der bislang für 1998 geplante Gesamtumsatz von drei Millionen Mark könnte durch das zusätzliche Angebot ab Mitte des Jahres auch höher ausfallen. Anfang 1999 sollen bereits 20 Beschäftige für die TMR tätig sein.