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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

Stadtwerke sind mit am Ball im Telefonmarkt

03.01.1998

Geschäftsführer Gabriel: "Gebremst am Start"

WAZ Bochum

Kommt die Telefonrechnung demnächst vom Wasserwerk? Natürlich nicht, aber die Stadtwerke mischen kräftig mit im neuen, offenen Telefon-Markt.
Die WAZ sprach mit Gerhard Gabriel, Geschäftsführer der Stadtwerke, über Chancen und Probleme der neuen Fernsprechwelt.

WAZ: Wer steckt hinter der Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet?

Gabriel: Die Energieversorger aus Hattingen, Witten, Bochum, Herne und die Sparkassen Herne und Bochum.

WAZ: Sie stehen jetzt in den Startlöchern?

Gabriel: Mit einer Bremse. Wir mußten die Änderung der Gemeindeordnung abwarten, damit wir uns als mehrheitlich städtisches Unternehmen überhaupt wirtschaftlich betätigen dürfen. Die war geplant für das Frühjahr, kam aber erst im November.

WAZ: Kann man sich heute schon bei Ihnen anmelden und der Telekom den Rücken kehren?

Gabriel: Ein kleines bischen Geduld bräuchte man noch. Wir sind ja noch im Aufbau. Die Gesellschaft existiert zwar schon seit eineinhalb Jahren, aber ohne die gesicherte rechtliche Grundlage konnten wir ja zum Beispiel auch niemanden einstellen.

WAZ: Wieviele Arbeitsplätze entstehen bei TMR?

Gabriel: Geplant sind zwölf, davon sind fünf schon fest besetzt.

WAZ: Wie erfährt der Kunde, daß es Sie gibt?

Gabriel: Im Februar oder März werden wir auch mit der Werbung einsteigen - die anderen, grossen vermutlich auch. Und was die Großkunden angeht, da können wir unsere bestehenden Kontakte nutzen.

WAZ: Und wie sehen Sie in die Zukunft?

Gabriel: Wir sind guten Mutes. Mit der Datenübertragung haben wir ja nun schon Erfahrung, zum Beispiel haben wir 47 Sparkassen vernetzt. Und beim Know-how für den Sprachdienst können wir auf unseren Partner bauen, die VEW-Telnet.