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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

Stadtwerke-Tochter geht an den Markt

26.03.1999

Am 1. April startet lokales Telefonnetz

26.03.99
Ruhr Nachrichten Bochum


Billiger, einfacher und direkt vor Ort - so will die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR) der Telekom mit ihrer privaten Konkurrenz das Wasser abgraben. Ab April geht die Telefongesellschaft der Stadtwerke und der Stadtsparkassen an den Markt.

Allerdings können bislang nur die Kunden verschiedener Telekomknotenpunkte mit Direktanschlüssen bedacht werden. So hängen Riemke, Mitte, Querenburg und Langendreer bereits am Netz. Die meisten Wattenscheider müssen dagegen noch bis zum Jahr 2000 auf ihren TMR-Anschluss warten. Bis dahin können sie mit einem Vorwahlverfahren (Pre-select) ihre Gespräche auf das städtische Netz umschalten lassen.

Doch den ganz normalen Hausanschluss hat die Stadtwerke-Tochter ohnehin nicht im Blick. Für den muß sie im Normalfall ähnlich viel an die Telekom zahlen, wie sie an Grundgebühren kassieren kann. Neben den Firmenkunden will man den "innovativen Privathaushalt mit Internet und Telefon" ködern. Interessant ist das Angebot für Kunden, die relativ viele Ortsgespräche oder neben ihren Telefonaten auch noch regen Datenverkehr führen. "So streben wir an, alle Krankenhäuser im Verbreitungsgebiet zu bedienen", erklärt Frank Thiel, Prokurist der TMR.

Bereits 1996 gründeten die Stromversorger aus Bochum, Witten, Herne und Hattingen gemeinsam mit den Sparkassen ihre Telefongesellschaft. Man wollte das Leitungsnetz der Stadtwerke nutzen und vorbeugen, daß die Entwicklung lokaler Telefonanbieter am Ruhrgebiet vorbei geht. Denn die privaten Gesellschaften stürzen sich auf so interessante Objekte wie Frankfurt oder Berlin.

Nach dem die TMR zunächst Geschäftskunden für den Daten- und Internetbereich bediente, wurden Ende vergangenen Jahres auch die ersten Telefonkunden bedient. Im Mai soll in der Bochumer City ein Vertriebsshop eröffnet werden.