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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

"Speedw@y" soll die TMR nach vorne bringen

19.05.2000

Partnerschaft mit Internet-Provider

19.05.00
WAZ Bochum


Wer in der schnelllebigen Telekommunikations - Branche längerfristig mitspielen will, muss preiswert und technisch erstklassig sein. Die Stadtwerke-Tochter TMR will Ihre Position jetzt durch die Zusammenarbeit mit einem Anbieter für Internet-Zugänge stärken.

Das Kölner Unternehmen QS Communications (QSC) hat sich bei der TMR gemeldet, weil sie bei TMR gemeldet, weil sie das Glasfaser- und Kupferkabelnetz des Unternehmens nutzen möchte. Die beiden bieten den Bochumern nun ihr Produkt "Speedw@y"an: Es verspricht einen Zugang zum Internet über eine Breitbandleitung, die das Einwählen überflüssig macht und sehr schnell sein soll. Für Kenner: Die Übertragungsgeschwindigkeit legt bei 144 KB/s; Basis ist die SDSL-Technologie. Die Anwendung erfolgt auf der "letzten Meile"- also auf der Telekomleitung, die direkt bis zum Anschluss des Kunden führt.

Bis Ende 2000 soll "Speedw@y" für alle Bochumer verfügbar sein; bislang ist das nur in der Innenstadt möglich. Die Kosten belaufen sich für den Kunden auf monatlich 144 Mark plus 70 Mark für die Leitung der TMR. Dazu kommen die Installationskosten. Die QSC investiert rund 15 Mio. Mark in den Bau eines Technik-Zentrums. Bis Ende 2000 will das Unternehmen in 40 Deutschen Städten vertreten sein.

2000 Kunden hat die TMR bislang, 350 davon sind Unternehmen. TMR-Geschäftsführer Gerhard Gabriel hofft, dass sich die Zahl seiner Kunden bis Ende des Jahres verdoppeln wird. Die TMR sei zwar im Vergleich zur Konkurrenz verspätet gestartet und 1999 habe sich auch als "unbefriedigendes Geschäftsjahr" erwiesen. Doch das Unternehmen agiere nicht vorrangig gewinnorientiert, betont Gabriel. Es gehe zuerst darum, als Stadtwerke-Tochter etwas für die Region zu tun.