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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

XDSL auf der Datenautobahn

20.05.2000

TMR wechselt auf Überholspur

20.05.00
Stadtspiegel Bochum


Relativ spät ist die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR) in den boomenden Telekommunikationsmarkt gestartet. Doch mit der Kölner QS Communications AG an der Seite will der regionale Telefonanbieter nun auf die Überholspur wechseln. "SDSL" ist das Zauberkürzel mit dem beide Gesellschaften in Bochum die Zahl der TMR-Kunden von jetzt rund 2000 auf 4000 bis zum Ende des Jahres steigern wollen.

Rund 16 Millionen Mark investieren die Kölner in Bochum, investieren die Kölner in Bochum, um die notwendige technische Infrastruktur aufbauen und dann den Nutzern einen schnellen Zugang ins Internet bieten zu können. XDSL nennt sich die neue Technik, die die bisherige ISDN-Übertragungsgeschwindigkeit mehrfach übertreffen wird.

"Wir mieten die vorhandenen Kabel der TMR in Bochum, um die Daten transportieren zu können. Für die "letzte Meile" zum Kunden sind wir auf die Telekom angewiesen". schildert Frank P. Urbas vom der QSC- "Unser Part ist die Bereitstellung der Leitung. Die TMR ist für die Dienste zuständig".

In den Bereichen Datendienste, Sprachtelefonie und Internet ist die TMR schon heute tätig. "Seit dem Start haben wir rund 2000 Kunden gewonnen, davon 350 Geschäftskunden", erklärt TMR-Geschäftsführer Gerhard Gabriel. "Die neue Technik, die eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 2,3 Megabit/Sekunde ermöglicht, ist im ersten Schritt vor allem für professionelle User interessant."

Aber auch die Privatanwender, die beispielweise gern über das Internet mit anderen Nutzern spielen wollen, habe man im "Visier". Dennoch muß der Kunde mit den Kosten für die schnelle Standleitung rechnen und zusätzlich mit den Gebühren für die TMR. "Die Kosten auf dem Telekommunikationsmarkt fallen immer weiter, sind innerhalb eines Jahres nicht nur um 40 Prozent gefallen, sondern auf 40 Prozent", verdeutlicht Gerhard Gabriel den Trend.

Bis zum 30. Juni wollen die Partner die technischen Voraussetzungen schaffen, um rund 40 Prozent aller Bochumer Haushalte diesen neuen Dienst anbieten zu können. Am Ende des Jahres will man eine 100prozentige Abdeckung erreichen.

In insgesamt 40 Großstädten hat sich die QSC auf die Such nach geeigneten Partner gemacht. Gleichzeitig wurden Verhandlungen mit der Telekom geführt, deren Hauptverteilungsstellen genutzt werden müssen, um bis zur heimischen Telefondose zu kommen. Zusätzlich ist eine eigene Vermittlung in der Stadt notwendig für den Schritt ins Internet.