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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

Neue Datendienste

01.10.2000

Video on Demand, Application Service Providing und Branchennetzwerke - TMR wird ihren Kunden neue Datendienste zur Verfügung stellen.

Ausgabe 3/00
ergo - Magazin für Menschen mit Energie
Herausgeber: Stadtwerke Bochum GmbH


Als Full-Service-Anbieter ist die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH (TMR) vor etwa drei Jahren an den Start gegangen, rund 2.000 Kunden haben das Angebot von Daten - und Sprachdiensten und Internet bereits schätzen gelernt. In Zukunft soll die Angebotspalette von TMR noch umfassender werden.

"Die Verbindung unserer Leitungsinfrastruktur mit den Breitbanddiensten unseres neuen Partners QC macht völlig neue Anwendungen möglich", so Ralf Ramseger, Prokurist bei TMR. Das umfasst im Prinzip alles, was wegen zu großer Datenmengen bislang nicht komfortabel war. So genannte Mehrwertdienste wie Video on Demand etwa oder Video-Konferenzen. Mindestens zwölf Bilder pro Sekunde sind nötig, damit das Auge einen Film ruckelfrei wahrnimmt. Selbst mit einer vergleichsweise schnellen ISDN - Verbindungen ist das nur mit technischen Tricks möglich. "Für eine zufrieden stellende Qualität braucht man etwa 300 Kilobit pro Sekunde", so Ramseger. Der Film ist zwar komprimiert, doch davon merkt der Zuschauer nichts.

Die Möglichkeiten reichen jedoch noch weiter. "Wir denken an eigene Netzwerke für bestimmte Branchen oder Berufsgruppen", so Ramseger. Ärzte etwa könnten über eine direkte Verbindung Krankenakten samt Röntgenbildern von Kollegen oder aus dem Krankenhaus anfordern. Dazu möglicherweise gleich die für die Praxis nötigen Utensilien wie Verbandsmaterial, Spritzen oder Desinfektionsmittel über einen integrierten Marktplatz ordern. "Die Vision ist, auf einer einheitlichen Bedieneroberfläche sämtliche für den jeweiligen Nutzer nötigen Aktionen als Icon darzustellen und so per Mausclick abrufbar zu machen", erläutert Ramseger. Das könnte auch eine Video-Konferenz unter Mediziner-Kollegen sein, die neueste Erkenntnisse oder aktuelle Krankenfälle austauschen.

Oder das sogenannte Application Service Providing (ASP), bei dem Software, etwa ein Schreibprogramm, zentral auf einem Server zugänglich ist und bei Bedarf genutzt werden kann. Anwender müssen die Software dann nicht mehr kaufen, sondern können sie je nach Bedarf aus dem Netz laden und mieten.

Noch ist TMR in der Konzeptionsphase für diese Mehrwertdienste, mit der die eigene Infrastruktur optimal genutzt werden soll. Bis Ende des Jahres jedoch, so Ramseger, werde TMR sich mit den neuen Diensten an die Kunden wenden.