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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

TMR auf der Überholspur

01.10.2000

Mit speedw@y , dem Internet-Highspeed-Zugang des neuen Partners QSC, überholt die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH die Konkurrenz.

Ausgabe 3/00
ergo - Magazin für Menschen mit Energie
Herausgeber: Stadtwerke Bochum GmbH


ISDN war gestern - heute ist DSL. Während andere noch auf ISDN setzten, geht die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH (TMR) schon einen Schritt weiter. Seit kurzem bietet TMR ihren Kunden mit speedw@y eine Highspeedverbindung ins Internet an. Statt einer Übertragungsrate von 64 bzw. 128 Kilobit pro Sekunde, wie sie bei einer oder zwei ISDN-Leitungen möglich ist, können TMR-Kunden jetzt bis zu 35. Mal schneller ins Netz. Die Zauberformel heißt "Digital Subscriber Line", kurz DSL.

Vor wenigen Wochen hat TMR eine Vertriebspartnerschaft mit der Kölner QSC vereinbart. Die QS Communincation AG ist führend bei schnellen, breitbandigen Datenkommunikationsdiensten, eben der DSL-Technik. In 40 deutschen Großstädten, von Hamburg bis München, ist QSC aktiv, vermarktet dort ihr speedw@y genanntes Produkt. In Bochum investierte das am Neuen Markt notierte Unternehmen rund 16 Millionen Mark, um Kunden den Highspeedzugang zum Internet zu ermöglichen. "QSC setzt dabei auf unsere vorhandene Infrastruktur", erläutert Olaf Zillmann, bei TMR zuständig für den Vertrieb der QSC-Produkte. Gemeint sind die Kupfer- und Glasfaserleitungen von TMR, über die bislang 2.000 Kunden surfen und telefonieren. Für die so genannte letzte Meile, also die Verbindung von einem Knotenpunkt bis zu Telefondose im Haushalt oder im Unternehmen, greift die TMR auf die Kupferleitungen der Telekom zurück. Mit der DSL-Technologie werden aus diesen normalen Kupferkabeln speedw@ys.

"In jeder Telefonleitung haben sie vier Drähte", erklärt Olaf Zillmann. Doch nur zwei davon werden bislang zum Telefonieren oder Surfen im Internet genutzt. "Auf den verbleibenen zwei Drähten machen wir jetzt richtig Speed." Schon vor einigen Jahren hatte die Deutsche Telekom erste Testversuche mit der ADSL-Technologie unternommen. Das A steht für asymmetrisch. QSC setzt dagegen auf SDSL. Das heißt, die Daten werden symmetrisch übertragen. "Der Effekt ist", erklärt Zillmann, "dass sie eine gleich hohe Upstream - und Downstreamrate erreichen." Da bei der ADSL - Technik hohe Transferraten nur im Downstream-Bereich erreicht werden, ist diese Technik für Anwendungen wie z. B. Web-Hosting, Video-Konferenzen oder auch den Versand von E-Mails mit hohem Datenvolumen eher ungeeignet. Mit SDSL dagegen sind gleich hohe, eben symmetrische Geschwindigkeiten sowohl ins als auch aus dem Netz möglich.

Mit der neuen Technologie ist die Zeit des Wartens vor dem Monitor also endgültig vorbei. "Besonders für Unternehmen ergeben sich hier völlig neue Möglichkeiten", so Zillmann. Video on Demand breitbandige E-Commerce-Anwendungen, Video-Konferenzen über das Internet oder Business TV im Intranet - das alles lässt sich mit SDSL realisieren. Und all das will TMR ihren Kunden demnächst auch anbieten. Zudem ist keine Einwahl in das Netz mehr nötig, mit speedw@y ist der Anwender ständig online. Die Kunden zahlen je nach gewünschter Geschwindigkeit, gestaffelt von 144 Kilobit bis 2,3 Megabit, eine monatliche Pauschale.

Mit der neuen Partnerschaft und folglich dem Vertrieb von speedw@y und dessen neuen Möglichkeiten will TMR ihren Kundenstamm noch bis Ende diesen Jahres auf rund 4.000 verdoppeln. In erster Linie sollen das Geschäftskunden sein, weil sie aufgrund ihrer speziellen Anforderungen und großer Datenmengen am meisten von speedw@y profitieren können.

Doch auch für private Anwender ist eine Highspeedverbindung ins Internet interessant, etwa wenn es um Spiele mit mehreren Personen im Netz geht. Noch ist speedw@y nicht im gesamten TMR-Gebiet - sprich Bochum, Herne und Witten - verfügbar, doch bis Ende des Jahres, so Olaf Zillmann, wird in Bochum jeder speedw@y nutzen können.