Zur Unternavigation springen. Zum Inhalt springen.

TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

Surfen im Bermuda-Dreieck

22.05.2003

Ohne Kabel und Knete im Biergarten ins Internet - Service für Bochum-Besucher

22.05.03
Ruhr Nachrichten Bochum


Hotspots sollen die Innenstadt attraktiver machen. Gemeint sind nicht etwa Strahler für den Boulevard, sondern Sendemasten, die kabelloses Surfen ermöglichen.

Und das kostenfrei! Und zwar ab Freitag im Bermuda-Dreieck, auf dem Dr. Ruer-Platz und auf dem Campus der Ruhr-Universität. Um 15 Uhr wird OB Ernst-Otto Stüber auf dem Konrad-Adenauer-Platz per Mausklick den neuen Service für Touristen, Geschäftsreisende, Studenten und Bürgern starten.

"Das ist ein Standortvorteil für Bochum", lobt Wirtschaftsförderer Heinz-Martin Dirks den "Schnellschuss", den die Bochumer Telekommunikationsgesellschaft TMR und die Firma Intel in nur knapp zwei Monaten umsetzten. Erste Gespräche zwischen beiden Partnern hatten im März stattgefunden, die anfängliche Angst vor Sicherheitslücken war schnell ausgeräumt. Auch vor gefährlich Strahlungen, die von den "Hotspots" ausgehen könnten. "Jeder Sender hat eine Strahlung von 50 bis 100 Milliwatt. Jedes Mobiltelefon hat zwei Watt", veranschaulicht Ralf Ramseger (TMR) die Unbedenklichkeit dieser Sender, die sogar in Krankenhäusern und Operationssälen erlaubt seien.

Jeder Hotspot hat eine Reichweite von bis zu 150 Metern, vier versorgen das Bermuda-Dreieck. Insgesamt acht sind in Bochum bereits installiert, 50 sollen es sein, wenn auch der Boulevard bis zum Rathausvorplatz für das kabellose Surfen gerüstet ist. "Davon profitieren alle Veranstalter," sieht Gerold Leppa von Bochum Marketing die Stadt den Konkurrenten aus der Umgebung "einen Schritt voraus." In die richtige Richtung , denn wenn im Herbst erste Handys fürs kabellose Surfen ausgestattet sind, kommen auch sie in den Genuss der TMR-Aktion "Kabelab".

Im nächsten Zug will er in Gesprächen vor allem kleinere Hotels ins kabellose Surf-Zeitalter lotsen. "Da große Hotelketten das bereits anbieten, müssen sie ohnehin nachziehen," meint Leppa. Als lebendes Beispiel präsentierte sich Intel-Manager Hannes Schwaderer aus München: Er und sein Laptop wohnen "nur in solchen Hotels." Dort müsse man für den Zugangschip allerdings zahlen.