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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

TMR Datenübertragung

01.07.2003

Daten-Turbo Laserstrahl

Ausgabe 3/03
ergo - Magazin für Menschen mit Energie
Herausgeber: Stadtwerke Bochum GmbH


Datenübertragung so schnell wie das Licht und in fast unbegrenzter Menge – kein Traum, sondern Realität. CD- und DVD-Player sind nur einige Beispiele aus dem Alltag. Sogar unter unseren Füßen läuft die Datenübertragung mit Lichtgeschwindigkeit, seit in Bochum Glasfaserkabel verlegt wurden, die heute von der Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR) zur Datenübertragung angeboten werden.

Möglich macht all diese Anwendungen der Laser. "Light Amplification by the Stimulated Emission of Radiation" bedeutet das, theoretisch erdacht bereits 1917 von Albert Einstein. Das Genie legte die Grundlagen, 1960 dann sah die Welt den ersten funktionierenden Laser. Die Welt wollte zunächst nicht viel davon wissen - der Laser galt als Lösung, zu der es kein Problem gab.

Der Nutzen wurde erst Jahre später deutlich. 1970 entdeckten Forscher, dass sich Glasfaserkabel für die Übertragung von Laserlicht eignet. Angetrieben hatten die Forschung schon damals verstopfte Datennetze. Für die zunehmende Nutzung des Telefons und weltweite Fernsehübertragungen reichten die elektromagnetischen Träger nicht mehr aus, man suchte nach neuen Möglichkeiten. Entdeckungen in der Halbleitertechnik machten zur selben Zeit den Bau sehr viel effizienterer Laser möglich.

Heute können über eine Glasfaser mit einem Durchmesser von einem hundertstel Millimeter einige tausend Telefongespräche gleichzeitig geführt werden, die Übertragungsrate heutiger Lichtwellenleiter liegt bei mehreren Milliarden Bit pro Sekunde.

Schon früh wiesen Wissenschaftler auf die Gefahren der Lasertechnologie hin, jedes Bedienungshandbuch eines CD-Player enthält Hinweise darauf, die Abedeckungen des Lasers nicht zu entfernen. Der starke Lichtstrahl kann die Augen unwiederruflich schädigen. Bei der Installation von Glasfasertechnik sind Schutzbrillen daher obligatorisch.

TMR, ein Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Bochum, verfügt heute über ein 130 Kilometer langes Netz aus Glasfaserkabeln. Neben dem Vorteil der unschlagbar schnellen Übertragung großer Datenmengen sind Glasfaserkabel unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, ausgelöst durch elektrische Geräte. Bei genau 299.792,458 Kilometern pro Sekunde ist das Licht vielleicht einfach zu schnell, um sich stören zu lassen...

TMR Infoline: 0234 – 960 38 38