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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

TMR DataCenter

01.01.2008

Kundendaten in Watte gepackt

Bild DataCenter

Im sichersten Gebäude des Mittleren Ruhrgebiets verwahrt TMR die sensible Informationstechnologie von Unternehmen.

Auf einer Nummerntastatur tippt Udo Vahrenholt einen Code ein und öffnet die massive Stahltür. Der Weg in das Herz des Gebäudes ist frei. Mannshoch türmen sich Serverschränke mit blinkenden Lämpchen auf, alle stehen sie in vergitterten Boxen. „Selbst für mich ist hier Ende der Fahnenstange", sagt Vahrenholt, bei Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet (TMR) für das Gebäudemanagement des DataCenters zuständig. Ohne Erlaubnis kommt niemand an die Server heran. „Zwischen Duisburg und Dortmund gibt es kaum etwas vergleichbar Sicheres", sagt Jörg Borowycz, TMR-Vertriebsleiter.

Das TMR DataCenter ist für Unternehmen und ihre sensible Informationstechnologie der rettende Ausweg aus einem beklemmenden Dilemma. Das Verwahren von Technik und Daten an einem hoch sicheren Ort gehört inzwischen mit zu den Pflichtaufgaben für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Seien es Daten von Kunden, digitalisierte Verträge, Rechnungen, geschäftliche E-Mails und anderes - alles muss zum Teil über viele Jahre aufbewahrt werden, und das möglichst sicher.

Kommt es zu einem Datenverlust durch einen Stromausfall, einen Wasserschaden oder durch einen Brand, kann das Schadenersatzklagen bedeuten - oder gar den Ruin. Nicht immer aber können sich Firmen den Betrieb und den Bau eines eigenen Datenzentrums leisten. Für sie ist das TMR DataCenter die Lösung. Es ist extrem sicher, die Technik hoch verfügbar und obendrein ist man hier äußerst verschwiegen. „Das Geheimhalten von Kundennamen gehört mit zu unserem Sicherheitskonzept", erläutert Jörg Borowycz.

Das grundsätzliche Prinzip einer Datenauslagerung ist recht einfach: Über schnelle Verbindungen werden die Daten in das TMR DataCenter geschickt, wo sie auf eigener oder gemieteter Hardware kostengünstig und sicher verwahrt werden. Die dazu notwendige Technik freilich ist höchst ausgefeilt, und in vielen Belangen ist sie in der Region einzigartig.

„Als einer der wenigen Anbieter können wir auf ein Glasfasernetz zurückgreifen", erklärt Thomas Neumann, Leiter IT-Services bei TMR. Möglich sind auch andere schnelle Verbindungen wie DSL. Ein spezielles Netzwerkmanagement sorgt für die Kontrolle der Datenströme und stellt sicher, dass die Verbindungen rund um die Uhr hoch verfügbar sind.



Die Sicherheit fängt bereits beim Gebäude und seiner Infrastruktur an. Das TMR DataCenter ist in einem ehemaligen Rechenzentrum der ThyssenKrupp AG untergebracht. „Das wurde damals so gebaut, dass es einen Angriff mit Raketen verkraften würde", erläutert Jörg Borowycz.

Die sensible Technik ist in Watte gepackt. Nach außen ist das Herzstück des DataCenters von dicken Wänden und Büros umgeben. Dazwischen liegen feuersichere Stahltüren. Ein spezielles Filtersystem hält die Rechner frei selbst von feinsten Staubpartikeln, und alle benötigten Aggregate für Strom und Kühlung sind doppelt vorhanden - fällt eines der Systeme aus, sorgt das zweite augenblicklich für reichlich Energie und die notwendige Kühle.

Die Überlegungen bei der Planung des DataCenters gingen auch in anderer Hinsicht ins Detail: Es gibt eigene Räumlichkeiten für IT-Personal der Kunden, und Dank einer speziellen Laderampe können schwere Serverschränke bequem angeliefert werden. „Anderswo hat das Fehlen einer Rampe schon zu Problemen geführt", sagt Jörg Borowycz.
Mit einem leisen Klacken schließt Udo Vahrenholt die schwere Stahltür. Im sichersten Gebäude des Mittleren Ruhrgebiets sind die Daten jetzt wieder völlig ungestört.