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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

inherne Ausgabe Nr. 3 Juli 2012

03.07.2012

Mit Highspeed auf der Datenautobahn

Bild Highspeed Datenautobahn

Glasfaseranschluss für Unternehmen im Gewerbegebiet Friedrich der Große

Die Klagen sind unüberhörbar: Langsame Internetverbindungen bringen so manches Unternehmen, das auf schnelle und zuverlässige Übermittlung von großen Datenmengen angewiesen ist, zur Verzweiflung. „ Schnelle Datenverbindungen können durchaus ein Standortfaktor sein“, weiß auch Dr. Joachim Grollmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Herne. Grollmann verweist auf die Breitband- Initiative des Bundes und neuen Breitband-Investitionsindex, der Herne an zweiter Stelle hinter München, aber vor Berlin sieht.
Tatsächlich sind die Voraussetzungen für den Breitbandausbau sehr unterschiedlich. Der Index bildet sich aus dem Produkt von Einwohner und der Hauptverteiler pro Quadratkilometer. „ Klar, dass eine Stadt mit einer so hohen Bevölkerungsdichte wie Herne hier klare Vorteile vor dünn besiedelten Landkreisen hat“, weiß Dr. Joachim Grollmann. „ Gewerbegebiete innerhalb unseres Stadtgebietes können davon nur bedingt profitieren.“

Knotenpunkt ab dem Frühjahr 2013
Im Gewerbegebiet Friedrich der Große, wo eine ganze Reihe großer Unternehmen angesiedelt sind, die auf schnelle Datenverbindungen setzen, sorgt nun gemeinsam mit den Herner Stadtwerken, die ins Invest gehen, und der Wirtschaftsförderung die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet ( TMR) für die High- Speed- Datenverbindungen. Im Frühjahr 2013 ist es soweit: Dann wird ein Knotenpunkt des Glasfasernetzes auf Friedrich der Große errichtet und interessierte Kunden können an das Glasfasernetz angebunden werden. Das bedeutet hohe Geschwindigkeiten nicht nur beim Down-, sondern auch beim Upload. „ Hohe Übertragungsraten sind besonders interessant für Unternehmen, die Multimedia- Anwendungen wie Echtzeitübertragungen von hochauflösenden Bild-, Audio- oder Videoanwendungen benötigen oder für Firmen, die internetbasierte Dienstleistungen anbieten“, erklärt Dr. Joachim Grollmann.

Hohe Übertragungsgeschwindigkeit
Glasfaserleitungen ermöglichen die Nutzung von High- Speed- Internet mit einem Vielfachen der Leistungsfähigkeit, des heutigen Standart- DSL- Anschlusses, auch mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Mbits/s. Mit Glasfaser kann eine ganze Reihe neuer Dienste genutzt werden: Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung (Triple Play), hochauflösendes Fernsehen (HDTV), Video on Demand. Weitere Vorteile: Es gibt keine Geschwindigkeitsschwankungen bei der Übertragung mehr, die Glasfaserleitungen sind weniger störanfällig und zudem abhörsicher. „ Am liebsten würden wir allen Unternehmen in Herne den Anschluss an Glasfaser ermöglichen. Doch leider ist dies nicht überall im Stadtgebiet möglich. Die Wirtschaftlichkeit muss gewährleistet sein. Das muss auch eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft akzeptieren“, bedauert Dr. Grollmann. Unternehmen in Gewerbegebieten wie Friedrich der Große haben da aufgrund der Nähe zum Knotenpunkt einen Vorteil.

Kosten teilen
Ansprechpartner für den Glasfaseranschluss in dem Gewerbegebiet ist die TMR. Sie unterbreitet Interessenten individuelle und flexible Angebote. So können Unternehmen due von ihnen gewünschte Übertragungsrate buchen, die dann garantiert wird. Mehrere Firmen, die innerhalb desselben Gebäudes ihren Sitz haben, können sich einen Anschluss teilen- die Kosten verteilen sich dann auf mehrere Schultern. Und noch ein besonderes Angebot macht die TMR den Unternehmen auf Friedrich der Große: Wer sich bis Ende 2012 für einen Anschluss entscheidet, erhält einen Preisvorteil von zehn Prozent.