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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

REVIER MANAGER 08/2013

01.08.2013

Datenautobahn ohne Tempolimit

Bild Datenautobahn

Als Alexander Graham Bell im Jahr 1876 das Telefon zum Patent anmeldet, sind seine Zeitgenossen skeptisch. In einer Zeit, in der man auf menschliche Boten setzt, glauben nur wenige daran, dass sich dieses Kommunikationsmittel durchsetzen wird. Und das, obwohl das Überbringen von Nachrichten damals Tage, Wochen oder sogar Monate dauern konnte. In Zeiten der Globalisierung wäre eine derart lange Wartezeit undenkbar. Vor allem in einer immer schneller agierenden Geschäftswelt spielt der Faktor Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Für den Erfolg eines Unternehmens sind zuverlässige Kommunikationswege deshalb unabdingbar.

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Jörg Borowycz, Vertriebs- und kaufmännischer Leiter der TMR

Damit Entrepreneure auf der Datenautobahn Vollgas geben können, bietet die TMR – Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH maßgeschneiderte Telekommunikationskonzepte an. Weil sich das Unternehmen schwerpunktmäßig mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in der Region beschäftigt, kann es seinen Kunden höchste Bandbreiten zu attraktiven Preisen bieten. „Die Kupferleitungen, die zahlreiche Verbraucher heute noch nutzen, werden in wenigen Jahren nicht mehr ausreichen“, ist sich Jörg Borowycz, Vertriebs- und kaufmännischer Leiter der TMR, sicher. „Schließlich werden vor allem durch bild- und videogebende Verfahren immer größere Datenmengen bewegt. Die Komplexität von Anwendungen, die Unternehmen nutzen, nimmt zudem stetig zu. Dafür bietet das Kupfernetz bald nicht mehr genug Bandbreite.“

Bild Glasfaser

Für zahlreiche Unternehmen werden vor allem die langsamen Übertragungsgeschwindigkeiten zum Problem. „Während eines langen Ladevorgangs bleibt dem Mitarbeiter nichts anderes übrig als zu warten - und das lässt extrem hohe Personalkosten entstehen“, erklärt Borowycz. „Wenn jeder Mitarbeiter täglich fünf bis zehn Minuten auf Antworten aus dem Netz wartet, können je nach Größe des Unternehmens viele Tage, Wochen oder sogar Monate verloren gehen.“
Durch die Nutzung von Glasfaserkabeln und einer intelligenten Netzwerktechnologie lassen sich diese Probleme jedoch eliminieren. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu zehn Gigabit (also 10.000 Megabit pro Sekunde) sind hier möglich.
In Sachen Glasfaser-Ausbau steckt Deutschland aber noch in den Kinderschuhen. „Lediglich zehn Prozent der Unternehmen nutzen diese Technologie bisher. Allerdings hat sie riesiges Potenzial und eine große Zukunft“, so Borowycz. „Wir gehen davon aus, dass ein echter Breitbandanschluss in absehbarer Zeit ähnlich wie Energie, Wasser oder Abwasser zur Grundversorgung eines jeden Unternehmens gehören wird.“

Bild Totzauer
Ingo Totzauer, Leiter des Bereichs Infrastruktur und Netze

Für Unternehmen kann ein fehlendes Glasfasernetz schon in naher Zukunft zu einem entscheidenden Standortnachteil werden. Vor allem in Gewerbegebieten weckt das Thema Interesse. Ob es im Einzelfall sinnvoll ist, versucht die TMR zusammen mit dem jeweiligen Unternehmen herauszufinden. „Wir gehen regelmäßig in die Gewerbegebiete und fragen die Unternehmer, was sie haben, was sie heute brauchen und was sie morgen brauchen werden“, erklärt der Vertriebsleiter. Zeigen sie Interesse daran, im Falle eines Netzausbaus Dienste bei der TMR zu beauftragen, werden die Trassen ausgebaut. Geplant wird das dann von Ingo Totzauer, Leiter des Bereichs Infrastruktur und Netze, der dafür sorgt, dass alles im vorgesehenen Zeitrahmen über die Bühne geht.
Zahlreiche Gewerbeimmobilien und -gebiete konnte die TMR bereits erschließen. Dazu gehören unter anderem das Technologiezentrum Ruhr, der Wittener Industrie- und Technologiegewerbepark, das Gewerbegebiet Friedrich der Große in Herne oder das Gewerbegebiet Henrichshütte in Hattingen. TMR-Kunden können dort nun von den Vorteilen, so Jörg Borowycz, des Glasfaser-Netzes profitieren. „Während Anbieter oftmals nur die ‚bestmögliche‘ Bandbreite liefern, garantieren wir die Bandbreite, die der Kunde auch tatsächlich bestellt hat – und das zu jeder Zeit“, führt Borowycz aus.
Durch die gleich hohen Up- und Downstream-Geschwindigkeiten wird zudem ein schneller Datentransfer sichergestellt. Auch kurzfristige Bandbreitenerhöhungen sind möglich. Innerhalb weniger Sekunden kann die Übertragungsgeschwindigkeit vervielfacht werden. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn Veranstaltungen anstehen oder Software getestet wird. Der Kunde zahlt dann lediglich für den Nutzungszeitraum einen kleinen Aufpreis.

Bild Kabel
Die TMR setzt auf den Ausbau des Glasfasernetzes und ermöglicht Übertragungsraten bis zu zehn Gigabit

Ohnehin geht der City-Carrier, der seit 1996 erfolgreich am Telekommunikationsmarkt tätig ist, stets ganz individuell auf die Wünsche der Kunden ein. „Im Vergleich zu größeren Konzernen haben wir als kleines, schlagkräftiges Team die Möglichkeit, kurzfristig maßgeschneiderte Lösungen zu finden. Zudem hat jeder Kunde einen bestimmten Ansprechpartner.“ Subunternehmen werden nicht beauftragt. „Wir machen alles selbst – abgesehen von den Bauarbeiten.“
Genau diese Flexibilität schätzen die rund 650 Geschäftskunden der TMR im mittleren Ruhrgebiet und den umliegenden Städten besonders. Insgesamt verfügt das Unternehmen zurzeit über eine eigene Glasfaser-Basistrasse von 700 Kilometern Länge. Wert wird hier darauf gelegt, den Preis anbieten zu können, der auch für Kupferverbindungen üblich ist. „Wenn man für kleines Geld einen Glasfaseranschluss bekommen kann, sollte man darüber nachdenken“, sagt Borowycz. „Es ist auf jeden Fall eine gute Investition in die Zukunft.“