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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

WAZ Herne am 30.08.2014

Herner Stadtwerke bauen ein Rechenzentrum für TMR

Unternehmen können am Grenzweg ihre Informationstechnologie unterbringen. Die Investiotionssumme liegt bei drei Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2015 geplant.

TMR 01.09.2014
Jürgen Bock lässt ab Oktober ein altes Lager abreißen, um ein Rechenzentrum für TMR zu bauen. (Foto: Ziegler)

Die Herner Stadtwerke werden für eine Investitionssumme von rund drei Millionen Euro ein Rechenzentrum für die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH (TMR) bauen. Die Stadtwerke sind selbst mit 17,5 Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in Bochum beteiligt.

Hintergrund des Projekts: In der Nachbarstadt verfügt TMR bereits über ein Rechenzentrum, in dem Unternehmen ihre Informationstechnologie untergebracht haben. Die Palette der Kunden reicht vom kleinen Mittelständler bis zum Konzern. Gründe für so eine Auslagerung können fehlende Räumlichkeiten, die Einhaltung von Brandschutz- oder Sicherheitsanforderungen oder eine fehlende adäquate Stromversorgung sein. „Da wir eine große Nachfrage haben, stoßen wir mit unseren räumlichen Kapazitäten langsam an Grenzen“, sagte TMR-Sprecherin Christina Wolf-Allweins im Gespräch mit der WAZ-Redaktion. Deshalb habe man sich auf die Suche nach einem neuen Standort gemacht.

Ideale Bedingungen am Grenzweg

Fündig wurde TMR auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke am Grenzweg. Laut Jürgen Bock, Technischer Leiter der Stadtwerke, findet TMR dort ideale Bedingungen vor. So ist das Areal eingezäunt und rund um die Uhr unter Kontrolle, was in puncto Sicherheit eine große Rolle spielt. Außerdem befindet sich am Grenzweg ein Umspannwerk, so dass die erforderliche elektrische Leistung geliefert werden kann. Darüber hinaus sind unter anderem Glasfaserkabel doppelt vorhanden - ein wichtiger Faktor bei eventuellen Betriebsausfällen. Auch die gute Autobahnanbindung spielt laut Wolf-Allweins eine Rolle, denn die Firmen warten ihre Computer im Rechenzentrum selbst.

TMR wird langjähriger Mieter

Für das neue Rechenzentrum wird ein leer stehendes Lagergebäude weichen. Der Abriss soll Anfang Oktober beginnen, der Neubau könnte im kommenden Februar oder März starten. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2015 geplant. In drei Bauabschnitten entstehen über 1000 Quadratmeter Technikfläche. Die Stadtwerke stemmen die Investition, TMR wird langjähriger Mieter. „Und wir haben sogar die räumlichen Möglichkeiten, ein weiteres Modul zu bauen“, ergänzt Bock. Der Bedarf könnte durchaus vorhanden sein. Gerade die Glasfaseranbindung könnte Unternehmen, die große Datenmengen bewältigen müssen, nach Herne locken. Bock: „Eine Glasfaseranbindung kann ein Standortvorteil sein.“ In dieser Hinsicht weist Herne bereits eine Grundstruktur auf. So wurde vor einigen Monaten das Gewerbegebiet Friedrich der Große ans Glasfasernetz angeschlossen.

Tobias Bolsmann

TMR - Gemeinschaftsunternehmen mit über 6500 Kunden

  • Die Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet GmbH (TMR) wurde im Jahr 1996 gegründet. Gesellschafter sind neben den Stadtwerken Herne, die Stadtwerke Bochum, Witten und Hattingen, die Sparkassen Bochum und Herne sowie die Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis.
  • Die Schwerpunkte der TMR liegen in der Beratung und Bereitstellung von IT-Dienstleistungen und Telekommunikationsinfrastruktur und im Rechenzentrum.
  • TMR betreut mehr als 6500 Kunden, darunter namhafte Unternehmen aus der Werbebranche, Immobilien, Banken und Großbanken, Versicherungen, Mineralölunternehmen, Abfallentsorger, Einrichtungszentren sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen.