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TMR, Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet

WAZ Schwelm/Ennepe-Ruhr am 26.11.2016

Glasfasernetz ist 965 Kilometer lang

Die AVU Netz verlängert die Glasfaserleitung in der Ruhrstraße. Im ihrem Zuständigkeitsbereich wurden inzwischen 965 Kilometer verlegt.

Ohne entsprechende Leitungen kein schnelles Internet: Mitte der Neunziger Jahren startete in unserer EN-Region der Ausbau des Glasfasernetzes. Inzwischen summieren sich die Strecken unter Regie der AVU, die mit Lichtwellenleitern (LWL) ausgestattet sind, auf 965 Kilometern. Und der Ausbau geht weiter. Seit Anfang dieser Woche werden neue Leitungen in der Ruhrstraße verlegt.

Es handelt sich um die Verlängerung des bestehenden LWL-Netzes um wenige hundert Meter. Verlegt wird eine neue Leitung auf dem Abschnitt zwischen den Hausnummern 36 und 51.

Die Arbeiten selbst sind unspektakulär. Der Bürgersteig wird in kleinen Abschnitten aufgerissen, ein Leitungsgraben ausgehoben und das Kabelrohr eingelassen. Anschließend wird der Graben an wieder befüllt und asphaltiert. Dann geht es ein paar Meter weiter. In gut drei Wochen soll alles erledigt sein. Verkehrsbeeinträchtigungen sind zwar unvermeidbar, halten sich hoffentlich aber in überschaubaren Grenzen.

TMR Presse 28.11.2016
Mitarbeiter des beauftragten Tiefbauunternehmens heben den Graben für das Glasfaserkabel aus und befüllen ihn unmittelbar nach der Verlegung. Foto: Andreas Gruber

Der Ausbau des Glasfasernetzes ist ein kostspieliges Unterfangen. 80 Prozent der Kosten gehen allein für den Tiefbau drauf, – und der kostet zwischen 70 und 100 Euro pro Meter, wie Marko Dettmann von der AVU Netz erklärte. Im Falle der Ruhrstraße seien es eher 100 Euro. Das ergibt bei rund 300 Metern unterm Stich etwa 37 500 Euro für den Ausbau auf der Ruhrstraße. Und damit ist die Ruhrstraße nicht einmal bis zum Wendehammer ausgebaut. Der neue Glasfaserstrang wird knapp 200 Meter davor enden.

Überall dort, wo die AVU Netz eine neue Strom-, Gas- oder Wasserleitung verlegt, wird die Glasfaser gleich mit verbaut.

In einigen Fällen erfolgt der Ausbau auch anlassbezogen. So auch bei der Ruhrstraße. Hier ging der Impuls vom Telekommunikationsdienstleiter für das mittlere Ruhrgebiet (TMR) aus. Großkunde von TMR ist eine Spedition mit Sitz an der Ruhrstraße. Sie braucht den Anschluss ans schnelle Netz. Sobald die Leitung im Boden liegt, können natürlich auch alle anderen Betriebe und Privathaushalte entlang der Ausbaustrecke angeschlossen werden. Wer sich dafür interessiert, sollte sich direkt an einen Internetdienstleister wenden. Die AVU Netz ist nur für die Infrastruktur zuständig und vermietet ihre Leitungen lediglich

Für den heimischen Energieversorger gibt es jedoch einen weiteren gewichtigen Grund ins Glasfasernetz zu investieren. Das LWL-Kabel ermöglicht es dem Unternehmen, die eigenen Anlagen und Umschaltpunkte im Netz zu steuern und zu überwachen. Es ist die Voraussetzung für ein modernes Leitungssystem, das mit den unterschiedlichsten Anforderungen wie Solarstrom-Einspeisung, Vernetzung mit der Telekom und anderem klar kommen muss.

Andreas Gruber
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/schwelm/glasfasernetz-ist-965-kilometer-lang-id12388484.html