23.05.2003
23.05.03
WAZ Bochum
Das größte Internetcafé Deutschlands befindet sich ab heute Nachmittag in - Bochum. Wer einen Computer mit Wireless-LAN-Technik hat, kann in der City und auf dem Uni-Campus kostenlos surfen. Den Provider gibt's per Funk.
Vier kleine weiße Antennen (eine klebt zum Beispiel am Parkhaus Husemannplatz) sind die sichtbare Basis des Funk-Netzwerks, das unsichtbar zwischen Bermuda-Dreieck, Bongard-Boulevard und Dr.-Ruer-Platz schwebt. In Cafés, dem TMR-Shop oder bei der Bochum Marketing gibt es kleine Karten mit einem Zugangscode. Diesen muss der Nutzer in sein Wireless-LAN-kompatibles Gerät eingeben, dann wird der Laptop, Palm oder auch das (erst ab Herbst auf dem Markt erhältliche) Handy freigeschaltet.
Der Internet-Zugang ist kostenlos - dank einer Sponsoring-Aktion der Intel GmbH, der Bochumer Telefongesellschaft TMR, der Stadt und der Marketinggesellschaft. Natürlich: Intel sucht Absatzmärkte für die neuen "Centrino"-Laptops, TMR verspricht jedem Neukunden einen Adapter, um dessen alte Technologie nachzurüsten. Und die Gastronomen würden sich über eine höhere Verweildauer der Kunden freuen - insbesondere Touristen, Geschäftsleute und Studenten werden den Service wohl nutzen.
Bislang gibt es solche Funknetzwerke vor allem in Flughäfen, Bahnhöfen und Hotels. Bochum schafft das erste Funknetz im öffentlichen Raum - für Wirtschaftsförderer Heinz-Martin Dicks ein klarer Standortvorteil gegenüber den Nachbarstädten. Das Netzwerk wird OB Ernst-Otto Stüber heute um 15 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz per Mausklick eröffnen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kabelab.de.